Deutschland erlaubt Suizid!


Töten erlaubt! Was 2015 in Deutschland noch als Verbot galt, ist seit gestern dort erlaubt. Der Strafrechtsparagaph (StGB) § 217 ist gekippt.



Das Gesetz reguliert wer sich wann wie umbringen darf?

Hinter den Suizidwilligen steht nun die schützende Hand menschlicher Gesetze. Damit sind Türen geöffnet und Sterbehilfevereine, wie sie bereits z.B. in der Schweiz und den Niederlanden etabliert sind, könnten straffrei ihre tödlichen Mitteln den Lebensmüden zur Verfügung stellen. Die Abstimmung zum erlaubten Suizid, samt Beihilfe erfolgte genau unter den Argumenten, diese organisierten Beihilfen zu regulieren helfen.

Der Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhard aus Berlin verteidigt vehement die Aufgabe des Arztes, der sich verpflichtet hat, das Leben des Patienten zu erhalten, seine Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, sowie Leiden zu lindern und Sterbenden bis zu ihrem Tod beizustehen. "Die Beihilfe zum Suizid gehört unverändert grundsätzlich nicht zu den Aufgaben von Ärztinnen und Ärzte", so der Präsident. Es werden Debatten notwendig sein, sollte das Gericht vom ärztlichen Berufsrecht abheben, drohte er in seiner Presseaussendung an.


Kampf in Österreich

In Österreich kann die Mithilfe am Selbstmord mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug bestraft werden laut §78. Diesen Paragraphen versuchen die "Österreichische Gesellschaft für ein humanes Lebensende" (ÖGHL) zu kippen, sie haben 2019 einen Antrag bereits eingebracht. Hingegen kämpft das Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) der Österreichischen Bischofskonferenz gegen die Legalisierung der Sterbehilfe.


Religionsvertreter für Verbot von Euthanasie und Suizid-Assistenz

Dazu informiert die Erzdiözese Wien auf ihrer Homepage, dass der Vatikan, das Großrabbinat von Israel und eine muslimische Organisation aus Indonesien sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen Euthanasie und assistierten Suizid gewandt haben. Dazu unterzeichneten Vertreter am Montag, 28. Oktober 2019, im Vatikan eine interreligiöse Erklärung zum Umgang mit sterbenskranken Patienten. Darin wirbt das achtseitige Positionspapier dafür, Palliativmedizin zu stärken sowie für die Gewissensfreiheit von Ärzten und Pflegern.

"Euthanasie und assistierter Suizid sind von Natur aus und in der Konsequenz aus moralischer wie religiöser Sicht falsch und sollten ausnahmslos verboten werden. Jeglicher Druck auf Todkranke, ihr Leben durch aktives und vorsätzliches Handeln zu beenden, wird kategorisch abgelehnt", heißt es etwa in dem Papier.





Danke für das Bild von Goran Horvat auf Pixabay

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