"Es ist Zeit zu handeln!“ „Offensive Gesundheit"an die Politik

Österreichweiter Videoappell der Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich



Wien (OTS 24.6.20 -austriaNow) - „Mehr von uns, besser für alle“ – eine neue Initiative eines Zusammenschlusses für "„Offensive Gesundheit“ starteten die Österreichischen Gewerkschaften (ÖGB) sowie die Arbeiter- und Ärztekammer Wien. Durch "ein MEHR" in den social-Medien an Präsenz, soll die öffentliche und politische Aufmerksamkeit gefordert sein, damit ein krisenfestes Gesundheits-und Pflegesystem aufrechterhalten bleiben kann.



„Lassen Sie Worten Taten folgen. Es ist Zeit zu handeln!“, so die Forderung der „Offensive Gesundheit“ an die Politik.


Die Corona-Pandemie hat einige Mängel, über die nicht mehr hinwegzusehen ist so offenkundig gemacht, dass mit einem neuen Videoclip welches unter auf der neuen Webseite www.offensivegesundheit.at abzurufen ist, mit Rückendeckung vor allem auch betroffene Beschäftigte selbst zu Wort kommen. Die Appelle richten sich direkt an die politischen Verantwortungsträger Rudolf Anschober, Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, sowie Gernot Blümel, Bundeminister für Finanzengerichtet.


Da die Zukunft des Gesundheits- und Pflegesystems auf dem Spiel steht, fordert die Initiative, neben der dringenden Verbesserung der Arbeitsbedingungen, insbesondere bundesweit einheitliche Personalbedarfsberechnungsmethoden für alle Spitäler und Pflegeeinrichtungen sowie eine Offensive in der Aus- und Weiterbildung, um mittel- und langfristig sicherstellen zu können, dass ausreichend Fachpersonal ausgebildet wird, damit kranke und alte Menschen gut behandelt und betreut werden können.


Dazu stellt Silvia Rosoli, Abteilungsleiterin der Arbeiterkammer Wien für Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik fest: „Die Pandemie wirkt wie ein Vergrößerungsglas und hat uns gezeigt, dass die schon vor der Krise bestandene Personalnot im Bereich des Gesundheitswesens und der Langzeitpflege das größte Problem darstellt, welches gemeinsam gelöst werden muss."


Wolfgang Weismüller, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien, freut sich über das Engagement des im Gesundheitsbereich tätigen Personals: „Gemeinsam wollen und können wir mehr erreichen. Der Videobrief soll ein Appell an alle sein, die das Gesundheitssystem in Österreich weiter ausbauen müssen, sowie eine Mahnung an jene, die es ökonomischen Interessen unterordnen wollen.“


„Längst überfällige Trendwende herbeiführen“

Auch Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft, appelliert an das Verantwortungsgefühl der politischen Handlungsträger, sich mit den Expertinnen und Experten an einen Tisch zu setzen: „Es ist an der Zeit, eine tragfähige sowie zukunftsorientierte Gesundheits- und Pflegepolitik auf den Plan zu bringen. Der Zusammenschluss der vertretungsbefugten Organisationen zur ‚Offensive Gesundheit‘ ist ein großer Meilenstein in der österreichweiten Arbeit für alle Gesundheits- und Pflegeberufe sowie dem Supportpersonal.“


Barbara Teiber, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft GPA-djp: „Es kann nicht sein, dass der Wohnort oder das Geldbörsel über die Qualität der Behandlung entscheiden. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass die Kolleginnen und Kollegen im Gesundheits- und Pflegebereich unter guten Bedingungen ihren Job professionell ausführen können.“


Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-FGV: „Ich freue mich, dass wir zum ersten Mal unsere Kräfte vereinigen und geschlossen für die Interessen der Kollegenschaft kämpfen. Wir werden die längst überfällige Trendwende herbeiführen und es gemeinsam schaffen, den Gesundheits- und Sozialbereich, der ein wichtiger Eckpfeiler unserer Gesellschaft ist, in eine gute Zukunft zu führen.“


Appell auch an die Minister Anschober und Blümel

Gerald Mjka, Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheit der Gewerkschaft vida, prangert die seit Jahren härter werdenden Bedingungen im Gesundheits- und Sozialbereich an: „Die Beschäftigten, egal ob in den privaten Gesundheits-, Rehab- und Pflegeeinrichtungen, in den Ordenshäusern oder in der mobilen Betreuung, klagen über immer mehr Stress und eine höhere Arbeitsbelastung. Es bleibt immer weniger Zeit für eine qualitativ hochwertige Pflege und Betreuung der Menschen. Das muss sich ändern, wir benötigen dringend mehr Personal.“


Susanne Jonak, Vorsitzende der younion_die Daseinsgewerkschaft Hauptgruppe II, zur Initiative: „Alle in Österreich lebenden Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass sie, egal in welchem Bundesland und bei welchem Träger sie mit dem Gesundheits- und Pflegesystem in Berührung kommen, auf dieselben, menschlichen, sicheren und qualitätsvollen Rahmenbedingungen stoßen. Selbiges gilt auch für das Personal. Wir von der Offensive finden, dass dies machbar sein muss.“


Infos auch unter http://www.aekwien.at



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