Leihmutterschaft: Internationales Verbot dringend nötig!


Angesichts der Situation in der Ukraine fordert aktion leben ein internationales Verbot der Leihmutterschaft und ein klares nationales Verbot in Österreich.



Dass die neugeborenen Babys nicht bei ihren Müttern, die sie geboren haben, gelassen werden, zeigt einmal mehr, dass das Kindeswohl bei Leihmutterschaft in dramatischer Weise kein relevanter Faktor ist und Bindung bei dieser Methode vorsätzlich unterbunden wird
Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin aktion leben österreich

Wien (OTS-austriaNow) - In der Ukraine erschüttern Bilder von Baby-Sälen, in denen Dutzende Babys, einige von ihnen offenbar schon ein paar Wochen alt, ihren Start ins Leben Bett an Bett zubringen und auf Abholung warten. "Dass die neugeborenen Babys nicht bei ihren Müttern, die sie geboren haben, gelassen werden, zeigt einmal mehr, dass das Kindeswohl bei Leihmutterschaft in dramatischer Weise kein relevanter Faktor ist und Bindung bei dieser Methode vorsätzlich unterbunden wird“, betont Kronthaler.


Trauriges Gesamtbild

Gleichzeitig ist die reduzierte vorgeburtliche Beziehung für das Baby selbst ein Drama: „Leihmütter sollen emotional möglichst keine Bindung aufbauen. Es ist schon vorgekommen, dass Leihmütter sich nicht von den Kindern trennen wollten und das soll um jeden Preis verhindert werden“, erläutert Kronthaler. „Kinder werden dadurch aber um die wichtige frühe, vorgeburtliche Erfahrung des Wahrgenommen-Werdens, des Austausches auf einer tieferen emotionalen Ebene gebracht“, kritisiert Kronthaler.


Frauen werden hohen Risiken ausgesetzt

Leihmutterschaft setzt Kinder und Mütter zahlreichen Risiken in der Schwangerschaft aus. Jede Leihmutterschaft ist eine Risikoschwangerschaft, da den Frauen im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation fast immer fremde Eizellen eingesetzt werden. Das Risiko für Praeklampsie steigt sehr dadurch.


Ein riesiges Geschäft „Was die Bilder aus der Ukraine auch vermitteln, ist die Dimension von Leihmutterschaft. Es ist ein riesiges Geschäft, das sehr professionell aufgezogen worden ist - in Ländern, in denen die Armut groß und die Schutzbestimmungen niedrig sind. Wir brauchen deshalb ein internationales Verbot. Wir müssen außerdem viel mehr informieren in den Zielmärkten wie Österreich", betont Kronthaler.

Der Verein appelliert an die Regierung, 30 Jahre nach Einführung der Kinderrechte diese auch im Bereich der Reproduktionsmedizin gelten zu lassen und Leihmutterschaft als das zu betrachten, was sie ist: Kinderhandel und oft auch verbunden mit sklavenähnlichen Verhältnissen für die Leihmütter.


Broschüre zu Leihmutterschaft

2017 publizierte aktion leben eine Broschüre zum Thema Leihmutterschaft. Auch durch die Website www.leihmutterschaft.at macht aktion leben auf das Problem der Leihmutterschaft aufmerksam. Die Broschüre „Leihmutterschaft. Frau und Kind als Ware“ kann um 3 Euro bei aktion leben bestellt werden.


www.aktionleben.at


Titelbild Tumiso pixabay

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